Der legendäre K.O.-Schlag von Melanie Zwecker

Es kommt schon sehr selten vor, dass bei den Frauen in der Gewichtsklasse "Federgewicht" ein K.O.-Schlag die Gegnerin richtig "ausknockt". So hat der Trainer Michael Siegel schon im Vorfeld gesagt, sie müsste sich keine Sorgen machen, ein K.O. wäre sehr selten und unwahrscheinlich. Dass Melanie ein ganz besonderes Talent ist zeigt sich jedoch schon bei ihrem ersten Profiboxkampf mit dem legendären Knock Out.

Video vom K.O.-Schlag, der legendäre Knock Out

Hier ist das Video vom legendären K.O.-Schlag beim ersten Profikampf von Melanie Zwecker:

Quelle Youtube http://www.youtube.com/watch?v=fxdBWVo6-9U

In Stuttgart fand am 15.12.12 der erste Profiboxkampf von Melanie Zwecker statt und es sollte ein guter Auftakt werden. Melanie hatte sich sehr gut vorbereitet und war hoch motiviert. Ihre Gegnerin hatte sie bereits schon im Sparring kennengelernt und wusste, dass diese damals recht gut im Ring war. Der Respekt war da. Und genau das war die Herausforderung, die Melanie Zwecker brauchte um sich ganz entfalten zu können. In der zweiten Rund bereits passierte dann die große Überraschung - Melanie versetzte ihrer Gegnerin einen derartigen Boxhieb, dass diese wie ein Baum zu Boden fiel und minutenlang liegen blieb. Der legendäre K.O.-Schlag von Melanie Zwecker war bei ihrem ersten Boxkampf. Ein spannender Auftakt.

Den Schrecken sieht man nicht nur Melanie Zwecker an, sondern auch das Publikum war reichlich geschockt. Blieb die Gegnerin doch einige Minuten lang liegen. Sie musste dann ins Krankenhaus gefahren werden, wo sie ihre Verletzung auskurieren und sich erholen konnte.

Was ist ein Knock Out?

Grundsätzlich muss ein Knock Out nicht mit Bewusstlosigkeit enden. Es reicht bereits, wenn der Boxer bzw. die Boxerin nicht mehr in der Lage ist weiter zu kämpfen. Dazu zählt der Ringrichter von 1 bis 10, dies ist eine zehn-Sekunden-Erholungspause. Kommt der Boxer bzw. die Boxerin in dieser Zeit nicht mehr psychisch bzw. physisch auf die Beine um weiterkämpfen zu können, so spricht man vom Knock Out, auch unter dem Kurzruf K.O. bekannt. Ob es sich um einen Knock Out handelt entscheidet alleine der Ringrichter. Der Boxer bzw. die Boxerin kann selber Zeichen geben, ob sie sich in der Lage fühlt, der Ringrichter prüft jedoch die Vitalreflexe und nach eigenem Ermessen ob er den Kämpfer bzw. die Kämferin für noch in der Lage sieht den Boxkampf weiter zu führen. Die oberste Prämisse ist dabei immer die Gesundheit der Sportler/innen, die unter keinen Umständen gefährdet werden darf.

Daneben gibt es auch den Knock Out wegen Unterlegenheit des Kämpfers. Dies ist dann der Fall, wenn man während des Boxkampfes bemerkt, dass einer der Sportler - vielleicht auch auf Grund der Tagesform - deutlich unterlegen ist. Der Trainer hat dann die Möglichkeit "das Handtuch zu werfen" bzw. der Sportler entscheidet sich selbst in der nächsten Runde nicht mehr anzutreten.

Auch wer dreimal in einer Runde angezählt werden muss - kann bei einigen Verbänden - bereits als Knock Out aus dem Boxkampf genommen werden.